Warum manche Katzen bei Katzenminze verrückt werden

September 7, 2016 • yunus

Warum manche Katzen bei Katzenminze verrückt werden
Bei Katzenminze gibt es zwei Arten von Katzen: Diejenigen, die sich hyperaktiv darin wälzen, daran lecken und “verrückt” werden, und diejenigen, denen sie völlig egal ist. Auch wenn diese unterschiedlichen Reaktionen seltsam erscheinen, liegt alles an der individuellen Genetik unserer Katzen. Beide Reaktionen gelten für unsere Samtpfoten als normal und unbedenklich.
 
Obwohl Katzen auf Katzenminze wie auf eine Droge reagieren können, ist sie eigentlich ein Kraut aus der Familie der Lippenblütler. Die ungewöhnliche Wirkung von Katzenminze auf unsere Katzen geht auf ein enthaltenes Öl namens Nepetalacton zurück, das bei Katzen unterschiedliche Reaktionen auslöst. Während manche schon zufrieden sind, wenn sie an der bewusstseinsverändernden Substanz schnuppern, fressen, lecken oder wälzen sich andere sogar in ihrer Katzenminze. Da die Reaktion jedoch vererbt wird, reagieren nicht alle Katzen überhaupt darauf. Tatsächlich zeigen bis zu 50 Prozent unserer Samtpfoten keine Veränderung durch Katzenminze und schnuppern nur daran, bevor sie weitergehen. Diese Veranlagung tritt erst auf, wenn Kätzchen zwischen drei und sechs Monate alt sind, und auch ältere Katzen reagieren seltener darauf. Große Katzen wie Löwen, Tiger und Leoparden reagieren jedoch nachweislich ähnlich auf Katzenminze wie unsere Hauskatzen.
 
Forscher vermuten, dass Katzenminze funktioniert, indem sie bei Ihrer Katze Pheromone oder “Glücks”-Rezeptoren in der Nase oder im Gehirn aktiviert. Sobald sie daran geschnuppert hat, kann Ihre Katze anfangen, sich zu wälzen, zu reiben, zu sabbern oder auf andere Weise hyperaktiv zu werden und sogar aggressiv reagieren. Katzen, die Katzenminze fressen, zeigen hingegen offenbar die entgegengesetzte Reaktion und werden durch ihren Kräutersnack ruhiger. Wie auch immer die Reaktion ausfällt: Sie hält nur etwa 10 Minuten an, bevor Ihre Katze das Interesse an der Katzenminze verliert. Danach braucht sie eine Pause von 30 Minuten bis mehreren Stunden, bevor sie wieder empfindlich auf deren Wirkung reagiert.
 
Katzenminze ist jedoch nicht nur eine Leidenschaft für Katzen. Menschen verwenden sie seit Jahrhunderten als mildes Beruhigungsmittel in Kräutertees. Sie wurde auch zur Behandlung von Kopfschmerzen, zur Linderung von Krämpfen und Schlaflosigkeit sowie zur Verringerung von Schwellungen bei Arthritis eingesetzt. Nepetalacton wirkt zudem als starkes Insektenschutzmittel und hält Mücken und andere Schädlinge fern.
 
Da Katzenminze keine Droge ist, macht sie nicht abhängig und kann Ihrer Katze bedenkenlos gegeben werden. Katzen, die dazu neigen, sie zu fressen, können sich in seltenen Fällen jedoch davon krank fühlen. Geben Sie Ihrer Katze die Leckerei daher nur in Maßen. Katzenminze kann mit der Zeit an Wirkung verlieren. Bewahren Sie sie deshalb am besten in einem luftdichten Behälter im Gefrierschrank auf, um ihre Haltbarkeit zu verlängern— oder legen Sie Ihren eigenen Katzenminzgarten für sich und Ihr Haustier an

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Kommentare(1)

  1. Toni

    I had an indoor outdoor cat who stood up on her back legs and ate the seeds from my catnip plant. She went from a loving wonderful cat to a snarling angry animal. Evedently she was drugged because when I disposed of the plant, her fabulous personality returned.

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