Das Schnurren beginnt im Gehirn Ihrer Katze, wo rhythmische, wiederholte Aktivitäten des Nervensystems den Muskeln in ihrem Kehlkopf ein Signal senden. Dadurch zuckt der Kehlkopf, also der Stimmapparat, 25 bis 150 Mal pro Sekunde. Wenn Ihre Katze ein- und ausatmet, werden ihre Stimmbänder dadurch auseinandergezogen und erzeugen den beruhigenden Klang und die Vibrationen, die wir als Schnurren kennen. Tierärzte sind sich zwar nicht ganz sicher, warum Katzen schnurren, stimmen jedoch im Allgemeinen darin überein, dass es für Katzen eine beruhigende Wirkung hat. Manche vergleichen dieses Verhalten mit unserem Lächeln: Menschen lächeln, wenn sie glücklich sind, aber auch, wenn sie nervös sind oder etwas möchten. Ebenso kann das Schnurren einer Katze ein Zeichen von Unruhe oder der Versuch sein, unsere Aufmerksamkeit zu erlangen – genauso gut kann es aber auch bedeuten, dass alles in Ordnung ist. Wenn Ihre Katze entspannt ist, die Augen geschlossen hat und ihr Schwanz still liegt, schenkt sie Ihnen wahrscheinlich ein breites Grinsen. Schnurrt sie beispielsweise rund um die Fütterungszeit, ist das Schnurren eher ein Versuch, Aufmerksamkeit zu bekommen, als ein Zeichen von Zufriedenheit.
Es ist erwähnenswert, dass nicht alle Katzen im Tierreich schnurren können. Während Hauskatzen diese beruhigenden Vibrationen erzeugen können, können ihre brüllenden Verwandten nicht schnurren, weil die Strukturen um den Kehlkopf brüllender Katzen nicht fest genug sind. Während brüllende Arten diese lauten Geräusche nutzen, um ihr Rudel und ihr Revier zu schützen, jagen kleinere Katzen eher allein und ruhen sich zwischen den Jagden lange aus. Sie markieren ihr Revier mit Duftdrüsen und schnurren vor allem in Ruhephasen, was möglicherweise die Knochen stimuliert, damit sie während der Ruhe nicht geschwächt werden.
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