Was ist Katzenminze?
Zunächst einmal ist Katzenminze keine Droge. Sie gehört vielmehr zur Familie der Lippenblütler, die 250 Arten umfasst. Ursprünglich stammt sie aus Europa und Asien, und sie war wohl dazu bestimmt, von Katzen geliebt zu werden: Ihr Name leitet sich vom lateinischen Wort 'cataria' ab, das 'von einer Katze' bedeutet. Wenn die Blätter der Pflanze gebrochen werden, wird im Wesentlichen ein chemischer Stoff bzw. ätherisches Öl namens Nepetalacton freigesetzt, auf das viele Katzen offenbar sehr, sehr positiv reagieren.
Warum lieben Katzen sie?
Es ist ein Mythos, dass alle Katzen Katzenminze lieben. Tatsächlich reagiert etwa die Hälfte aller Katzen überhaupt nicht darauf. Die Reaktion ist erblich bedingt, daher haben nicht alle Katzen das Katzenminze-liebende Gen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Katze Katzenminze mag, wissen Sie es spätestens mit sechs Monaten. Auch Kätzchen und ältere Katzen reagieren nicht auf ihre minzige Wirkung. Interessanterweise können nicht nur Hauskatzen dem Zauber der Katzenminze verfallen – auch Großkatzen wie Löwen erliegen ihren Kräften leicht. Ob es helfen würde, etwas Katzenminze in der Tasche zu haben, wenn man in freier Wildbahn einem Löwen begegnet? Im Wesentlichen ahmt der Stoff Nepetalacton die Pheromone einer Katze nach und löst einen Impuls im Gehirn aus, der sie dazu bringt, sich an dem Geruch zu reiben. Und wie sie dann ausrasten…

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Welche Nebenwirkungen gibt es?
Zu den typischen Reaktionen gehören:
• Die Katzenminze fressen, lecken, sich darin wälzen oder daran schnuppern
• Sich an der Katzenminze reiben
• Mit der Katzenminze spielen
• Sich allgemein merkwürdig verhalten
• Sich wälzen und herumrollen
• Miauen oder knurren
• Hyperaktivität
• Aggression
Katzen können sich an Katzenminze überdosieren, was zu Erbrechen oder Durchfall führen kann. Wenn sie etwas zu viel Katzenminze hatten, reagieren sie möglicherweise auch nicht mehr, zucken, machen zufällige Geräusche oder sabbern übermäßig. Entfernen Sie sie in diesem Fall von der Katzenminze – aber keine Sorge: Die Wirkung lässt nach etwa 15 Minuten nach und Katzen werden wieder ganz die Alten.
Die oben genannten Reaktionen treten alle auf, wenn eine Katze an Katzenminze schnuppert. Frisst sie die Katzenminze jedoch, kann sie sogar sehr ruhig und entspannt werden.
Ist sie sicher?
Katzenminze ist äußerst sicher und stellt keine Gefahr für die Gesundheit Ihrer Katze dar. Außerdem kann Ihre Katze nicht abhängig davon werden. Wie oben erwähnt, kann es bei häufigem Genuss allerdings zu Durchfall kommen – daher sollten Sie den Zugang möglicherweise einschränken.

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Wie kann sie verwendet werden?
Sobald Sie erlebt haben, wie stark Katzenminze auf Ihre Samtpfote wirken kann, werden Sie schnell erkennen, dass Sie sie als zuverlässiges Trainingsmittel zu Ihrem Vorteil nutzen können. Wenn Sie unerwünschtes Verhalten eindämmen oder Ihre Katze dazu animieren möchten, etwas Neues wie ein neues Bett zu benutzen, kann eine Prise Katzenminze viel bewirken. Ebenso können Sie gelangweilte Kätzchen mit einfachen, mit Katzenminze duftenden Spielzeugen beschäftigen – versuchen Sie, eine alte Socke mit etwas Katzenminze zu bestreuen.
Wichtig zu wissen: Getrocknete Katzenminze ist im Allgemeinen wirksamer und bei Katzen beliebter als Sprays, die einfach nicht so stark sind. Sie können auch überlegen, etwas davon im Garten anzubauen, damit Sie nahezu ständig einen Vorrat davon haben.
Nicht verwendete getrocknete Katzenminze sollte im Gefrierschrank aufbewahrt werden, damit sie ihre Wirksamkeit behält.
Können Menschen sie verwenden?
Katzenminze ist zwar bei Katzen beliebt, kann aber auch für Menschen sehr nützlich sein. Sie hat ähnliche Eigenschaften wie Kamille und kann als Tee zubereitet werden, um eine beruhigende Wirkung zu erzielen.
Sie kann außerdem bei folgenden Beschwerden helfen:
• Mückenstiche
• Magenverstimmungen
• Kopfschmerzen
• Husten
• Schlaflosigkeit
• Muskelkater und Muskelschmerzen
• Schüttelfrost
• Hämorrhoiden
• Zahnschmerzen
Sie kann verwendet werden als:
• Betäubungsmittel
• Antibiotikum
• Antirheumatikum
• Krampflösendes Mittel
• Adstringierendes Mittel
• Harntreibendes Mittel
Bitte beachten Sie: Schwangere Frauen sollten Katzenminze vollständig meiden, da sie Gebärmutterkontraktionen auslösen kann.
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