Nicht nur Huskys können Menschen ziehen! Der weltweit immer beliebter werdende Sport des Cartings verwandelt das Haustier der Familie in ein Zugpferd. Speziell entwickelte Geschirre und Wagen erleichtern Hundebesitzern die täglichen Spaziergänge. Dein Hund kann sich so richtig auspowern, während du dich entspannt zurücklehnst und ihn mit „Zügeln“ und Sprachkommandos lenkst.
Der Einsatz von Hunden als Zugtiere hat eine lange Geschichte. Bis ins 19. Jahrhundert nutzten arme Hausierer Hunde als günstigere Alternative zu Ponys, ebenso wie Lieferanten. In Belgien und den Niederlanden wurden Brot und die morgendliche Milch traditionell mit einem von einem Hund gezogenen Wagen ausgeliefert. Im Zweiten Weltkrieg wurden Hundewagen mit Tragen eingesetzt, um sich auf dem Schlachtfeld fortzubewegen und verwundete Soldaten ins Krankenhaus zu bringen.
Viele Rassen wurden eigens für ihre „Zugkraft“ gezüchtet. Der Berner Sennenhund, Neufundländer und Große Schweizer Sennenhund waren allesamt bedeutende Arbeitshunde, die Waren und Menschen ziehen mussten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Mit der Zeit machten moderne Transportmittel die Muskelkraft von Hunden im Alltag überflüssig. In jüngster Zeit hat die wachsende Beliebtheit des Cartings unter Tierliebhabern jedoch die alten Instinkte wieder geweckt, die bei Zug- und Familienhunden jahrzehntelang schlummerten.
Carting, auch als „Dryland Mushing“ bekannt, wird eingesetzt, um Schlittenhunde über die Sommermonate fit zu halten, und ist ein toller Sport für energiegeladene Rassen, die meist aufblühen, wenn man ihnen eine Aufgabe gibt.
Carting, auch als „Dryland Mushing“ bekannt, wird eingesetzt, um Schlittenhunde über die Sommermonate fit zu halten, und ist ein toller Sport für energiegeladene Rassen, die meist aufblühen, wenn man ihnen eine Aufgabe gibt.
Ein Sulky mit einem Erwachsenen kann problemlos von Hunden mit einem Körpergewicht von 15 kg oder mehr gezogen werden. Als Faustregel in der Carting-Welt gilt, dass die Gesamtlast (Sulky und Fahrer) nicht mehr als das Dreifache des Körpergewichts des ziehenden Hundes wiegen sollte. Kleinere Hunde können ebenfalls mitmachen, wenn Wagen mit Vorrichtungen für mehrere Hunde verwendet werden.
Hundewagen werden streng nach der Anatomie von Hunden konzipiert. Sulkys, in denen Menschen mitfahren, sind so gestaltet, dass sie kaum oder gar kein Gewicht auf den Rücken des Hundes ausüben und dadurch möglichen Wirbelsäulenschäden vorbeugen. Ein gängiger moderner Sulky verwendet eine einzelne Rückenverbindung, die oberhalb am Geschirr des Hundes befestigt wird, anstatt einer Konstruktion mit zwei Deichseln, die auf beiden Seiten des Hundes angebracht sind. Diese Rückenverbindung hat den Vorteil, dass sie die Bewegungen des Hundes nicht beeinträchtigt.
Unabhängig davon, ob der Hund, der einen Wagen ziehen soll, einer traditionellen Zugrasse angehört oder nicht, benötigen alle Hunde Training, um sich an den Carting-Sport zu gewöhnen. Carting-Fans beginnen in der Regel damit, mit Wasser gefüllte Milchkanister am Geschirr zu befestigen, damit sich ihre Hunde daran gewöhnen, Dinge hinter sich herzuziehen. Auch das Befolgen von Sprachkommandos ist ein wesentlicher Bestandteil des Trainings.
Tolles Training für Hunde und ein spannender – und aufmerksamkeitsstarker! – Zeitvertreib für Menschen: Der Carting-Trend breitet sich weiter aus.




Kommentare(1)
Had no idea!!!
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