Es gibt viele Gründe, warum Hunde Aggressionen zeigen. Meist entsteht sie aus der Wahrnehmung, dass ihr Revier oder ihr ‘Rudel’ (einschließlich ihrer menschlichen Familie und ihres Nachwuchses) bedroht wird. Aggression kann auch auftreten, wenn Ihr Hund Angst hat, instinktives Jagdverhalten zeigt oder ein Spielzeug, einen Gegenstand oder Futter verteidigt.
Sowohl Rüden als auch Hündinnen können aggressiv sein. Hunde, die nicht kastriert sind, neigen dazu, konkurrenzorientierter zu sein und sich daher eher zu streiten.
Sozialisierung
Sie haben es wahrscheinlich schon hunderte Male gehört oder gelesen, aber wir sagen es noch einmal: Die Sozialisierung Ihres Hundes ist enorm wichtig. Sie ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass er ein glückliches, entspanntes Leben führt und gut mit Kindern, Erwachsenen und anderen Hunden zurechtkommt. Aggression ist oft die Folge schlechter Sozialisierung und von Unsicherheit in neuen Situationen oder im Umgang mit unbekannten Menschen und Hunden.
Sie sollten früh mit der Sozialisierung beginnen, idealerweise ab einem Alter von drei Wochen. Welpen müssen Zeit mit gut sozialisierten, ruhigen Hunden verbringen, um Kommunikationsfähigkeiten, Selbstvertrauen, positives Verhalten und angemessenes Spielen zu lernen. Gehorsamkeitskurse und Hundetagesstätten sind tolle Möglichkeiten für Ihren Welpen, andere kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
Freund oder Feind
Wenn Hunde spielen, raufen, zwicken, knurren und bellen sie oft miteinander. Handelt es sich um echtes Spiel und nicht um etwas Gefährlicheres, werden die Hunde immer wieder zueinander zurückkehren und entspannt und glücklich wirken sowie mit dem Schwanz wedeln.
Sie müssen Anzeichen von Aggression erkennen können, damit Sie handeln können, bevor Ihr Hund die Gelegenheit hat, einen Menschen oder einen anderen Hund anzugreifen. Typische Körpersprache, die Angst und Feindseligkeit erkennen lässt, umfasst:
- Der Hund erstarrt und wird steif
- Der Hund nimmt eine dominante Haltung ein und verlagert sein Gewicht oft auf die Vorderbeine, um größer zu wirken und zum Anspringen bereit zu sein
- Direkter Blickkontakt mit den Augen des anderen Hundes
- Aufgerichtete, nach vorn gerichtete Ohren
- Tiefes Bellen
- Knurren, Zähne zeigen und Zähnefletschen
- Nach vorn springen oder losstürmen
- Schnappen
Aggressives Verhalten unterbinden
Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund Anzeichen von Aggression zeigt, sollten Sie ihn sofort mit einem kurzen Ruck an der Leine davon abbringen und einen bestimmten, aber ruhigen Befehl geben. Indem Sie ihm befehlen, sich hinzusetzen und zu bleiben, signalisieren Sie, dass keine Gefahr besteht, und ermutigen ihn, sich zu entspannen. Auch Sie sollten ruhig bleiben, denn Hunde spüren Ihren Stress und Ihre Nervosität.
Wenn Ihr Hund leicht erregbar ist oder beim Spazierengehen auf Hunde oder Menschen zustürmt, halten Sie die Leine kurz, damit Sie ihn nah bei sich halten und die Kontrolle behalten können.
Denken Sie daran: Hunde reagieren am besten auf positive Verstärkung. Belohnen und loben Sie Ihren Hund daher, wenn er sich richtig verhält.
Wenn es zu einer Rauferei kommt
Wenn Ihr Hund in eine Rauferei verwickelt ist, greifen Sie die Hunde niemals am Halsband und greifen Sie nicht in die Nähe ihrer Mäuler, um sie auseinanderzuziehen. In ihrem Zustand erhöhter Angst, Bedrohung oder Feindseligkeit können sie ihre Aggression reflexartig gegen Sie richten.
Versuchen Sie stattdessen, ihre Aufmerksamkeit zu erregen oder die Rauferei mit einem lauten Geräusch wie einer Pfeife, Klatschen oder einer Drucklufthupe zu unterbrechen. Verwenden Sie einen Schlauch oder Eimer, um Wasser auf die Hunde zu werfen, oder sprühen Sie ein Abschreckungsmittel wie Citronella auf ihre Schnauzen.
Wenn diese Methoden nicht funktionieren, sollten Sie und der andere Halter die Hunde gleichzeitig trennen, indem Sie die Hinterbeine des jeweiligen Hundes unterhalb der Hüften festhalten und vom Boden anheben. Gehen Sie rückwärts und bringen Sie die Hunde, sobald Sie einen sicheren Abstand erreicht haben, so in Position, dass sie sich nicht mehr ansehen.
Brauchen Sie Hilfe?
Wenn nichts von dem, was Sie tun, zu helfen scheint, holen Sie sich Unterstützung bei einem professionellen Hundetrainer oder Verhaltensberater für Hunde. Wenden Sie sich auch an Ihren Tierarzt, da Aggression und Reizbarkeit durch eine zugrunde liegende Erkrankung oder eine Nebenwirkung von Medikamenten verursacht werden können, die Stimmung, Wohlbefinden oder Wahrnehmungsfähigkeit Ihres Hundes beeinflusst.

Kommentare(1)
Can you make suggestion for dog who charges at people barking but is not aggressive. When I let my dog out to go potty if someone walks by he will charge after them but he would never bite just barks at them and will not come to me when I call him back. Yanks
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