Unser hektischer Alltag macht es jedoch schwer, die Anforderungen von Arbeit, Haushalt, Familie und andere Zeitverpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Zeit für die tägliche Bewegung Ihres Hundes einzuplanen, kann unmöglich sein. Und manchmal spielt das Leben Ihnen einen Streich – etwa durch Krankheit, vorübergehende Einschränkungen und Immobilität oder arbeitsreiche Phasen – und Sie benötigen möglicherweise eine kurzfristige Lösung.
Hunde sind soziale Tiere und mögen es nicht, stundenlang allein gelassen zu werden. Das ist unvermeidlich, denn schließlich müssen wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Wenn Sie in einer Wohnung leben, bewegt sich Ihr Hund tagsüber wahrscheinlich gar nicht. Selbst wenn Sie einen Garten haben, bewegt sich Ihr Hund vielleicht, erhält aber möglicherweise nicht das erforderliche Maß an Sozialisierung und Interaktion.
Wenn Sie den größten Teil des Tages unterwegs sind, wissen, dass Ihr Hund nicht die Bewegung oder Anregung erhält, die er braucht, Nachbarn sich über Bellen und Winseln beschweren, Sie nach Hause kommen und Kot oder angekaute Möbel vorfinden oder Veränderungen im Verhalten Ihres Hundes feststellen, ist es vielleicht an der Zeit, einen Hundesitter für Spaziergänge in Betracht zu ziehen.
Auswahl eines Gassigehers
Einen Dienstleister zu beauftragen ist nie billig, und Sie sollten die Wahl ernst nehmen, denn Sie geben die Betreuung Ihres geliebten Haustiers in die Hände einer anderen Person und müssen ihr außerdem in Ihrem Zuhause vertrauen können.
Am besten holen Sie sich zunächst Rat bei Ihrem Tierarzt, in der örtlichen Zoohandlung, bei Trainern oder bei Freunden und Familienmitgliedern, die einen Gassigeher empfehlen können.
- Bitten Sie den Gassigeher um Referenzen und Kundenbewertungen.
- Wie lange ist die Person bereits tätig, und gab es Probleme, Verletzungen oder Todesfälle bei Hunden, Kundenbeschwerden oder Gerichtsverfahren?
- Hat die Person eine Versicherung, um welche Art von Versicherung handelt es sich, wann läuft sie ab und was deckt sie ab?
- Fragen Sie nach Qualifikationen, Zertifizierungen, Erfahrung und einer möglichen Mitgliedschaft in relevanten Haustierverbänden. Diese Informationen zeigen Engagement und Professionalität und geben Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass die Person mögliche Verhaltens- oder Gesundheitsprobleme bewältigen kann. Ein guter Gassigeher sollte sich mit Hundetraining, Verhalten und sogar Erster Hilfe auskennen.
- Erläutern Sie Ihre Erwartungen sowie besondere Bedürfnisse, Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken bezüglich Ihres Hundes.
- Lassen Sie den Gassigeher Ihren Hund kennenlernen und gehen Sie alle gemeinsam spazieren. Beobachten Sie, wie Ihr Hund auf die Person reagiert und wie sie mit Ihrem Hund umgeht.
- Manche Hunde spielen gern mit anderen und toben im Hundepark glücklich herum. Andere werden lieber spazieren geführt. Finden Sie heraus, was der Gassigeher geplant hat, ob es zu Ihrem Hund passt und Ihren Vorstellungen entspricht.
- Bei großen Unternehmen bekommen Sie möglicherweise nicht jedes Mal denselben Gassigeher. Finden Sie heraus, wie die Buchungen organisiert werden und wer genau mit Ihrem Hund spazieren geht. Wenn Sie eine Einzelperson beauftragt haben oder ein kleines Unternehmen nutzen, fragen Sie, wer die Vertretung übernimmt, falls Ihr Gassigeher krank wird oder nicht verfügbar ist. Sie sollten auch die Erfahrung und Referenzen zusätzlicher Gassigeher oder der Vertretung prüfen.
- Wie viele Hunde nimmt die Person gleichzeitig mit und wie werden die Hunde eingeteilt – nach Alter, Größe oder Rasse? Wie gut kommt Ihr Hund mit anderen zurecht? Wird das für Ihren Hund problematisch oder vorteilhaft sein?
- Wird Ihr Hund im Auto mitfahren? Wie lange? Wie werden die Hunde im Auto gesichert?
- Welche Trainingsmethoden werden angewendet? Hält die Person sich an Ihre bevorzugten Trainingsmethoden und Kommandos? Wie geht sie mit Aggression oder anderen Verhaltensproblemen um?
- Wo wird die Person mit Ihrem Hund spazieren gehen und welchen Park wird sie besuchen? Wie lange wird Ihr Hund tatsächlich bewegt, also nicht die gesamte Betreuungszeit, sondern die reine Bewegungszeit? Kennt die Person die örtlichen Vorschriften zu Leinenpflicht und Beseitigung von Hundekot?
- Was passiert, wenn es regnet oder an sehr heißen oder kalten Tagen?
- Stellen Sie Leckerlis, Leine, Halsband sowie eine Ersatzleine, ein Ersatzhalsband und eine ID-Marke für Ihren Hund bereit. Die Identifikationsmarke Ihres Hundes sollte Ihre aktuellen Kontaktdaten enthalten.
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Gassigeher Ihre Kontaktdaten sowie die Adresse und Telefonnummer Ihres Tierarztes hat. Möglicherweise müssen Sie Ihren Tierarzt darüber informieren, dass der Gassigeher Ihre Erlaubnis hat, im Notfall eine Behandlung für Ihren Hund zu veranlassen.
- Tauschen Sie sich regelmäßig aus, um sicherzustellen, dass es keine Probleme gibt und dass der Gassigeher und – noch wichtiger – Ihr Hund zufrieden sind.
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