Lösungen bei Trennungsangst – Teil 2

April 22, 2014 • zack

Lösungen bei Trennungsangst – Teil 2

Katzen sind von Natur aus viel unabhängiger als Hunde und daher deutlich weniger anfällig für Trennungsangst. Ihr launenhaftes Wesen macht dieses Problem jedoch zu einer ständigen Gefahr, die mit wenig Vorwarnung ausgelöst werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass Katzen die Symptome nur selten so deutlich zeigen wie Hunde. Wenn eine Katze aufgewühlt ist, kann sie verschiedenste Dinge tun, um Stress abzubauen. Damit Ihre Samtpfote nicht leiden muss, finden Sie hier einige der häufigsten Symptome und Lösungen bei Trennungsangst von Katzen.

Symptome von Trennungsangst:
  • Übermäßiges Reiben an den Beinen oder Kratzen – Die meisten Katzen sind anhänglich, doch normalerweise gibt es Grenzen. Wenn Ihre Katze jedes Mal, wenn Sie zur Tür hereinkommen, hartnäckig ihr tägliches Pensum an Reiben überschreitet oder Sie gern mit einem Kratzer begrüßt, könnte ein Problem vorliegen.
  • Hinterherlaufen und den Weg versperren – Wenn Ihre Katze Ihnen von Raum zu Raum folgt oder versucht, sich zwischen Sie und die Haustür zu stellen, möchte sie vermutlich nicht, dass Sie zu weit weggehen.
  • Zwanghaftes Putzen – Katzen halten sich durch tägliche Fellpflege sauber. Putzt sich Ihre Katze jedoch so intensiv, dass sie Fell verliert, ist Trennungsangst durchaus möglich.
  • Ignorieren des Katzenklos – Katzen wissen genau, wo sie ihr Geschäft verrichten sollen, doch je nachdem, wie sie gerade auf Sie zu sprechen sind, entscheiden sie sich vielleicht dafür, es auf dem Bett zu tun. Das ist kein Zeichen für eine zufriedene Katze.
  • Kauen, Kratzen oder Beißen – Wenn Ihre Katze ihre zerstörerischen Impulse nicht mehr auf den Kratzbaum beschränken kann, leidet sie möglicherweise unter Trennungsangst.
  • Appetitlosigkeit oder Übelkeit – Nervosität und Angst können dazu führen, dass Ihre Katze ihr Futter verschmäht oder sogar würgt. Achten Sie auf dieses bedauerliche Verhalten.

Katzen sind, wie immer, etwas komplizierter als Hunde. Daher sind auch die Methoden, mit denen Sie Ihre Samtpfote während Ihrer Abwesenheit bei Laune halten, etwas komplexer.

Lösungen bei Trennungsangst:
 
  • Gegenkonditionierung – Sie müssen Ihre Handlungen vor dem Verlassen des Hauses äußerst oft wiederholen, um den Stress zu verringern, den eine Katze empfindet, wenn sie diese sieht. Katzen achten sehr auf Details, daher gilt alles, was Sie regelmäßig tun, einschließlich:
    • Ihre Schlüssel nehmen
    • Ihre Schuhe anziehen
    • Die Tür öffnen
    • Eine Handtasche/einen Koffer tragen
    • Eine Tasche packen

  • All dies sollte 10 bis 50 Mal in direkter Sichtweite der Katze wiederholt werden.
    • Katzenminze verwenden – Geben Sie etwas davon in Ihren Koffer, damit die Katze die Tasche mit Spaß statt mit Ihrem Weggehen verbindet, oder lassen Sie beim Verlassen etwas auf dem Boden liegen, damit Ihre Samtpfote beschäftigt ist.
    • Lassen Sie den Fernseher auf einem Naturkanal oder einem anderen katzenorientierten Programm laufen.
    • Lassen Sie Harfenmusik im Radio laufen. Offenbar hat Harfenmusik eine beruhigende Wirkung auf Katzen. Wer hätte das gedacht?
    • Spielzeug – Genau wie Hunde lassen sich Katzen leicht ablenken.

    Wenden Sie diese Katzentaktiken an, und die Angstprobleme sollten recht schnell verschwinden. Wenn die Verhaltensprobleme Ihrer Katze jedoch anhalten, sollten Sie Ihren Tierarzt um weitere professionelle Beratung bitten.

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