Emotionale Unterstützungstiere

April 22, 2014 • wai

Emotionale Unterstützungstiere
Das mag neu für Sie sein, aber offenbar gibt es einige Gesetze, nach denen jedes Tier mit einer Weste rechtlich als emotionales Unterstützungstier (ESA) eingestuft wird und seine Halter überallhin begleiten darf, wohin diese auch gehen möchten. Außerdem darf niemand den Halter des Begleittiers aufgrund des Americans with Disabilities Act (ADA) von 1990 eingehend befragen. Wie Sie sich vorstellen können, hat das für einigen Gestank gesorgt – und zwar nicht nur von einem nassen Hund, der aus dem Regen kommt.

Es gibt zwei große Probleme mit diesem Gesetz in seiner jetzigen Form. Das erste ist die mehrdeutige Formulierung des Gesetzes. Aufgrund dieser Unklarheit dürfen Geschäftsinhaber nur 2 Fragen zum Tier stellen: „Ist dies ein Servicetier?“ und „Wofür ist es ausgebildet?“ Der Tierhalter ist jedoch nicht verpflichtet, seine Antworten zu belegen. Der eigentliche Haken? Der Geschäftsinhaber riskiert rechtliche Schritte, wenn er das „Service“-Tier nicht widerspruchslos akzeptiert. Genau das ist das Problem bei einem ESA: Es braucht keine besondere Ausbildung, um emotionale Unterstützung zu bieten; es könnte auch ein ganz neues Kätzchen aus der Zoohandlung sein. Wenn Sie als Geschäftsinhaber eine Klage vermeiden möchten, müssen Sie dem Halter einfach beim Wort glauben. 

Das zweite Problem mit dem Gesetz ist, dass es (wenig überraschend) in großem Umfang missbraucht wird. Menschen können Schlangen, Spinnen, Miniaturpferde, Hunde, Katzen und was auch immer an öffentliche Orte mitnehmen und behaupten, diese Tiere böten ihnen emotionale Unterstützung bei einer nicht näher definierten psychischen Störung. Angesichts des Wahnsinns, eine Boa constrictor in einen Burger King mitzunehmen, mag das in manchen Fällen sogar stimmen. Doch ohne Nachweispflicht und ohne irgendeine Aufsichtsbehörde steht Tür und Tor für weitreichenden Missbrauch offen.

Leider erschweren fehlende Regulierung und die schiere Absurdität dieser Fälle das Leben von Menschen, die wirklich auf Servicetiere angewiesen sind. Menschen mit schwerer Agoraphobie beispielsweise erleben beim Verlassen ihres Zuhauses enormen Stress und Panikattacken. Studien haben gezeigt, dass emotionale Unterstützungstiere, insbesondere gut ausgebildete Hunde, in vielen Fällen eine beruhigende Wirkung auf ihre Halter haben können, sodass sie trotz ihrer psychischen Erkrankung normal funktionieren können.
Im Grunde verderben also ein paar schwarze Schafe etwas Gutes für Menschen mit echten Erkrankungen. Wenn Sie ein Tier bei sich haben, dürfen Sie möglicherweise keinen Bereich betreten, in dem Lebensmittel serviert oder verkauft werden – und das aus gutem Grund. Die Standards für öffentliche Gesundheit und Sicherheit verlangen offenbar, dass die Lebensmittel, die wir essen, aus mehreren recht offensichtlichen Gründen von unseren pelzigen Freunden getrennt bleiben:
 
  • Tiere interessiert es nicht wirklich, wo oder wann sie ihr Geschäft verrichten, besonders wenn sie nicht ausgebildet sind
  • Tiere treten bedenkenlos in ihre eigenen Fäkalien oder ihren Urin
  • Tiere können Parasiten, Ungeziefer und allerlei krabbelnden Unfug übertragen.
  • Viele Tiere riechen unangenehm, und es macht keinen Spaß, neben ihnen Chicken Parmesan zu essen.
  • Man sollte meinen, vieles davon sei gesunder Menschenverstand, aber Idioten bleiben Idioten. Dadurch steigt der Bedarf von Menschen, bei Tieren emotionale Unterstützung zu suchen, und der endlose Kreislauf aus dummem Verhalten und unnötigen Problemen beginnt von vorn.
     
     

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Kommentare(3)

  1. Jana Thomas

    Actually ESA animals only have access rights on transportation and in housing situations. ESA's DO NOT have public access rights, only SERVICE DOGS have public access, and service Miniature horses have access rights. No other type of animal has public access rights. The problem is all the FAKERS using the law and knowing that businesses are afraid to question someone with the vest or ID for fear of a law suit. However, they would WIN the lawsuit if it is only an ESA animal as the ADA law does specify the difference between an ESA an a service animal. Being disabled myself, it is very frustrating to see all these fakers taking advantage of this. It is easy to spot a REAL service dog, for example, they are well behaved and are not fed from tables at restaurants. Most service animals become 'invisible' and you don't even realize they are there.

  2. Debra

    I quite agree that some people do abuse this law. It needs to have major revision done. Namely pet owners should have to prove that their companion animal is a service animal and has been so trained. Yes, there will be those who try to fake documentation, but if service animals are registered with a phone number that can be immediately called to verify owner proofs/documentation, this could prevent false proof. Store owners/managers, restaurant managers, etc. would be sent stickers to put by registers, etc. with a nationwide phone number and maybe even a web site to verify a customer's claim that his or her pet is a trained, service animal. Owner documents would include a registration number and identity code or name to give automated answering service or web site.

  3. Luis Williams

    The Americans with Disabilities Act (ADA) is a federal law that prohibits discrimination against individuals with disabilities in several areas, including employment, transportation, and places of public accommodation, such as restaurants and stores. The law applies to both physical and mental disabilities.
    Emotional support animals (ESAs) can be considered a "reasonable accommodation" under the ADA for individuals with a disability who have a disability-related need for an ESA. This means that if an individual has a disability and their emotional support animal is necessary for them to have an equal opportunity to use and enjoy their housing, or for them to perform their job, a landlord or employer must make an exception to a "no pets" policy to allow the individual to have their emotional support animal with them. However, it is important to note that not all animals qualify as emotional support animals, the individual should have some kind of diagnosis from a mental health professional.

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