Katzen sind ausgezeichnete Haustiere. Hunde machen jede Menge Spaß. Goldfische sind sicherlich leise. Leguane sind offenbar liebevoll. Noch immer nicht Ihr Traumhaustier gefunden? Wie wäre es dann mit Zwergziegen? Wenn Sie den Platz im Freien haben, warum entscheiden Sie sich nicht für Ziegen!
Miniatur-, Pygmäen- oder Zwergziegen sind genau das, was ihr Name verspricht: in jeder Hinsicht wie ihre größeren Verwandten, nur eben deutlich kleiner. Miniaturrassen werden überwiegend als Haustiere gehalten und sind unglaublich niedlich, clever, unterhaltsam und freundlich. Außerdem sind sie recht pflegeleicht, robust und anpassungsfähig.
Zwergziegen werden in der Regel 8 -15 Jahre alt, manche sogar bis zu 20 Jahre – das ist also eine Verpflichtung, die man nicht einfach wegmeckern sollte. Sie sind fantastische Begleittiere, tolle Haustiere für Kinder und verstehen sich meist gut mit anderen nicht aggressiven Tieren. Sie können sogar lernen, an der Leine zu gehen – genau wie ein Hund.
Die Böcke werden größer als die weiblichen Tiere und wiegen 27 to 39 kg (60 to 86 lb), weibliche Tiere wiegen 24 to 34 kg (53 to 75 lb). Sie werden 40-65cm (16-26in) groß.
1. Vorschriften
Zunächst müssen Sie sich bei Ihrer Gemeinde und der zuständigen Tierschutzbehörde erkundigen, ob Sie an Ihrem Wohnort Ziegen halten dürfen. Möglicherweise ist es vorgeschrieben, dass alle Ziegen zur Identifizierung markiert oder gechippt werden müssen.
2. Herdentiere
Ziegen sind Herdentiere und mögen es nicht, allein zu sein. Mindestens zwei Ziegen zu halten, bedeutet für Sie weniger Aufwand, da sie einen Gefährten zum Leben und Spielen haben. Ziegen können auch mit anderen sanftmütigen Tieren wie Hunden, Kühen, Hühnern und Pferden glücklich zusammenleben und spielen. Böcke sind aufgeschlossener als weibliche Tiere, entwickeln jedoch einen ziemlich starken Geruch, wenn sie nicht kastriert sind.
3. Hallo, Kleines
Damit die Sozialisierung gelingt, sollten Sie Ziegen am besten in Ihre Familie aufnehmen, solange sie noch mit der Flasche gefüttert werden müssen. Sie und Ihre Kinder werden es lieben, die Zicklein zu füttern und zu streicheln, und diese wiederum werden enge, vertrauensvolle Bindungen zu Ihrer Familie aufbauen. Die Ziegen lassen sich außerdem leichter handhaben, da sie den Umgang mit Menschen bereits kennen. Lassen Sie kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Ziegen.
4. Unterbringung
Manche Menschen mögen es, ihre Ziegen als Haustiere im Haus zu haben, doch sie können ziemlich viel Unordnung machen und sind von Natur aus Tiere für draußen. Idealerweise sollten Sie sie nur für kurze Zeit ins Haus lassen. Ziegen sind robuste kleine Geschöpfe, brauchen jedoch einige grundlegende Dinge für ein sicheres und gesundes Leben. Sie benötigen ein ausreichend großes und sicher eingezäuntes Gehege, das sie auch vor Raubtieren schützt. Außerdem brauchen sie einen Unterstand gegen Regen, Wind und Sonne.
Ziegen sind erstaunliche Kletterer und Springer und können sich durch Löcher zwängen, von denen selbst Houdini lieber die Finger lassen würde. Sorgen Sie für den richtigen Zaun – Drahtgeflecht eignet sich am besten – und achten Sie darauf, dass er mindestens 120cm/48” hoch ist.
Zicklein können anfangs in großen Hundehütten untergebracht werden, benötigen aber mit zunehmendem Wachstum einen größeren Unterstand. Pferdeställe, Scheunen und Boxen sowie zugfreie Holzbauten eignen sich hervorragend als Unterkünfte, oder Sie können spezielle Unterkünfte für Nutztiere kaufen.
5. Futter und Wasser
In ihrem Gehege sollten reichlich Gras, Klee und Luzerne zum Grasen vorhanden sein; falls keine Gräser verfügbar sind, geben Sie ihnen täglich frisches Heu. Auch Getreide, Hafer, Mais und Proteinpellets sollten gefüttert werden. Heu und Getreide müssen in einer Futterkrippe und nicht auf dem Boden angeboten werden. Kleine Mengen Obst und Gemüse sind ebenfalls geeignet, außerdem benötigen sie einen Salz- und Mineralienleckstein.
Es ist wichtig, Ziegen jederzeit sauberes, frisches Wasser bereitzustellen. Wie das Futter sollte auch das Wasser erhöht stehen, damit es nicht verdirbt oder verschmutzt wird.
5. Bewegung und Spiel
Auch wenn sie klein sind, mangelt es Zwergziegen keineswegs an Energie oder Spielfreude. Sie sollten nicht über längere Zeit angebunden, eingesperrt oder auf engem Raum gehalten werden. Ihr Gehege muss groß genug sein, damit sie ausreichend Platz zum Leben haben und springen und herumlaufen können. Ein Ziegenpaar benötigt idealerweise einen Acre Platz.
Ziegen lieben es zu spielen und zu klettern. Geben Sie ihnen daher Gegenstände, die sie dafür nutzen können, wie große Felsen, Baumstümpfe, Bänke, Tische, Plattformen, Betonblöcke oder ein Baumhaus bzw. Spielzentrum für Kinder. Manche spielen auch gern mit großen Bällen und stoßen sie herum.
Sie sollten Ihrem Kind niemals erlauben, zu wildes Spielen mit Ziegen zu fördern. Ziegen sind von Natur aus sanftmütig, haben aber kräftige Köpfe zum Stoßen und sehr starke Beine.
Ziegen können an die Leine gewöhnt werden, und Sie und Ihre Ziegen werden bei Ihrem täglichen Spaziergang großartig aussehen!
6. Gesundheit und Pflege
Ziegen sind anfällig für Parasiten und benötigen regelmäßige Entwurmungen und Zeckenschutz. Außerdem sollten sie jährlich gegen Tetanus und Enterotoxämie geimpft werden. Lassen Sie bei dieser Gelegenheit auch Zähne und Maul gründlich vom Tierarzt untersuchen.
Ziegen können in jungen Jahren enthornt werden. Möglicherweise müssen Sie ihre Hufe alle zwei - drei Monate schneiden. Wenn sie ausreichend Zeit und Platz zum Spielen, Klettern und Laufen haben, nutzen sich ihre Hufe durch diese Aktivitäten ab.

In jedem Büro sollte eine Zwergziege dabei sein, um beim Öffnen (d. h. Zerdrücken) der Post zu helfen, etwas Ablage zu erledigen und die Moral des Teams hochzuhalten.
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